Über

Dieser Blog ist mein Versuch, ehrlich und offen zu mir zu sein. Ich möchte hier meine Gedanken zu mir selber und die Ergebnisse meiner Selbstreflektionen festhalten. Allerdings ist dies auch ein Ort, an dem ich mich auskotzen kann, an dem ich heulen, jammern und fluchen darf. Ja, ich nehme Dinge in den Mund die andere nicht in die Hand nehmen würden, aber diese Ausdrucksweise gehört nun einmal auch zu mir.

Natürlich schreibe ich das alles nicht nur für mich. Ich wünsche mir, das andere vielleicht aus meinen Fehlern lernen. Ich wünsche mir, das Menschen mit ähnlichen Problemen vielleicht Ideen bekommen damit umzugehen und sich nicht mehr ganz so alleine fühlen. Und ja, manchmal wünsche ich mir auch ein tröstendes Wort. Ich bin dankbar über Kommentare die mir vielleicht sogar Denkfehler in meinen Selbstreflektionen aufzeigen, mit konstruktiver Kritik kann ich mittlerweile einigermaßen umgehen. Und ja, vielleicht lerne ich hierdurch ja auch Menschen kennen, mit denen ich reden kann.

Teilweise sind meine Posts recht krass und ich könnte über die meisten eine Triggerwarnung setzen. Geht einfach davon aus das jeder Post von mir unangenehm werden kann, dann ist uns allen geholfen. Ich versuche auch niemanden anzugreifen und versuche Schuldzuweisungen zu vermeiden. Das gelingt mir natürlich nicht immer. Wenn ich sauer oder verletzt bin, kann ich verdammt ekelig werden und da verschieße ich dann auch mal brennende Pfeile.

Ja, mir ist verdammt viel mieses Zeugs passiert in meinem Leben, und ja, es gibt Menschen die haben weniger oder mehr durchgemacht. Leid lässt sich nicht vergleichen, jeder empfindet sein eigenes Leid immer als das schlimmste, das ist völlig normal. Auf vieles in meiner Vergangenheit kann ich heute mit genügend Abstand drauf schauen, Flashbacks hatte ich auch schon eine ganze Weile nicht mehr. Ob das nun heißt das ich diese Dinge verarbeitet oder nur verdrängt habe, weiß ich nicht. Verdrängung ist leider ein Mechanismus, der fürchterlich gut funktioniert. Manchmal sehe ich Dinge auch einfach nicht oder belüge mich selber. Nun denn, hier ist ja der Platz wo ich diesen Dingen auf den Grund gehen möchte.

Ich danke jedem, der das hier liest. Geteiltes Leid ist halbes Leid, wie man so schön sagt. Mein Weg ist noch lange nicht zu Ende und ich habe noch viel zu tun … und auch zu schreiben.

Noch die üblichen Steckbrief Dingens, männlich, 1977, Köln/Bonn, getrennt, eine Tochter.