Ein guter Tag

Ja, das war er. Natürlich gab es die negativen Momente, die gehören dazu, aber unter’m Strich wurden diese mehr als ausreichend von den positiven Überdeckt. Okay, ich habe schon wieder dieses schlechte Gewissen, weil es mir gut geht, aber das ignoriere ich jetzt mal.

Eine erste Rückmeldung auf meine Therapiesuche ist heute eingetrudelt. Ein persönlicher und sehr lieb formulierter Verweis auf die Warteliste, da die letzten freien Plätze erst kürzlich belegt wurden. (Zitat: Im Besonderen vielen Dank für Ihre offene und ehrliche Selbstbeschreibung. Das fand ich außergewöhnlich selbstreflektiert. – Danke.) Allerdings verwies er mich direkt auf Kollegen, die wahrscheinlich Plätze frei haben. Völlig in Ordnung, kein ‚OMG!-ich-sterbe‘ Gefühl.

Die Arbeit … nun … da stecke ich in einer peinlichen Situation. Meine Lösungswege sind alle für’n Eimer. Nein, ich kann da nichts dafür, sind Platform Unterschiede. Nun überlege ich, wie ich dieses Problem anders lösen kann, komme bisher aber auf keinen grünen Zweig. Das kratzt am Ego, so etwas passiert mir extrem selten. Ja, ich bin eine fürchterliche Diva wenn es um’s Programmieren geht, und ja, ich habe erst sehr wenige Programmierer getroffen, die ich als ebenbürtig oder besser einstufen konnte. Ohne solche Leute in der Firma würde ich kaputt gehen. Tja, ich werde wohl noch etwas weiter überlegen müssen.

Dann hatte ich mir – jetzt wird’s ein wenig peinlich – einen Teddy bestellt. Ungefähr 33cm, braun und zottelig. Warum? Am Samstag saß ich auf dem Balkon, war ja nicht so der tolle Abend, und meine Tochter hatte mir ihren Teddy in die Hand gedrückt, weil er müde sei und ich mich bereit erklärte ihn schlafen zu legen. Nun denn, ich saß da, und drückte den Teddy an mich … irgendwas hat das mit mir gemacht in dem Moment, keine Ahnung was, aber es hat sich gut angefühlt. Gut ist, per Definition ja gut, daher hatte ich mir direkt einen bestellt. Muss den nur vor meiner Kleinen verstecken, sonst bin ich den los.

Aber nun zum eigentlichen Highlight des Tages. Ich hatte auf Facebook (ja, ich weiß) eine alte Freundin angeschrieben und sie gefragt, ob wir nicht mal einen Kaffee zusammen trinken gehen wollen, sie hatte ‚ja‘ gesagt. Wir haben fast den ganzen Tag im Messenger über alles mögliche geschrieben, das hat fürchterlich gut getan. Wir haben uns irgendwie schon immer recht gut verstanden, uns jedoch für einige, viele Jahre aus den Augen verloren. Und bevor jetzt hier wieder alle die Hände über’m Kopf zusammenschlagen und so … ja, ich weiß. Ich möchte mich einfach nur mit ihr auf einen Kaffee treffen und quatschen. Mal ohne das irgendwelche Gefühle im Spiel sind oder mein krankhaftes Bestreben nach Zweisamkeit mich steuert. Ja, das wird eine Herausforderung, aber ich möchte das wirklich gerne probieren. Einfach eine Freundin treffen und über was-auch-immer reden. Das Schreiben miteinander heute hat uns beiden gut getan und wir freuen uns tatsächlich beide auf Mittwoch. Habe sie echt schon ewig nicht mehr gesehen, mehr als fünfzehn Jahre. Nun denn, ich lasse das mal auf mich zukommen und versuche mir vorher keine Gedanken drüber zu machen. Gelassenheit, die wollte ich ja, wäre doch gelacht wenn ich das nicht hinbekäme.

Alles in allem ein guter Tag und den habe ich echt gebraucht nach Samstag Abend. In diesem Sinne …

Gute Nacht Nimmerland.

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