Manöverkritik

Wunderbar, nun kann ich keinen Post mehr schreiben ohne mir über das ‚warum‘ Gedanken zu machen. Hätte es nicht gereicht, ‚Ich, der Täter‘ in einem Post abzufrühstücken, anstatt ein drei-Band Epos mit geflenne und tragischem Ende daraus zu machen? Hätte ich nach dem ersten aufgehört, wäre die Aussage viel straighter gewesen, nun erweckt es wieder den Eindruck als wolle ich Absolution.

Und ‚Krank == Liebe‘, genau so ein Kandidat. Was will ich denn damit bezwecken? Vielleicht das jemand vorbeikommt und so etwas sagt wie, ‚Schau‘ hin, armer Bub, du kannst ja gar nichts dafür das du so ein manipulativer Bastard bist, deine Mutter ist doch an allem Schuld!‘ … das nervt, tierisch.

Aber, um ganz ehrlich zu sein, ich weiß nicht mehr was und wem ich glauben kann. So verunsichert war ich schon lange nicht mehr. Ich brauche gar keinen der mich manipuliert, nein, das schaffe ich selber ja viel besser. War nun alles gelogen oder bin ich doch anders? Warum passt diese Theorie dann so toll? Habe ich sie vielleicht automatisch angepasst? Ich drehe mich im Kreis, ich weiß. Der Suizidwunsch von heute früh ist allerdings in den Hintergrund gerutscht, da bin ich echt froh drum. Die Pepp-Überdosis wäre echt, auch für mich, den Feigling, machbar gewesen. Seht ihr, mein Plan ist hier mal nützlich gewesen.

Nein, ich laufe nun nicht weg, nein. Das muss aufhören. Kein Versteckspiel mehr, das geht so nicht weiter. Ich bin so leer gerade. Aber ich denke weder an Suizid, noch habe ich einen irgendwie gefärbten Blick auf die Zukunft. Nein, gerade fühlt es sich so an, als hätte man alle Seiten ausradiert, so viel Platz, doch schweben die Worte noch über dem Buch und warten darauf, geordnet und sauber verstaut zu werden, in einer Metalltruhe, die anschließend im Meer versenkt wird.

Einiges, was ich gerade denke, wenn ich denn denke, fühlt sich ungewohnt an, seltsam, undefinierbar. Ich lasse das nun erst einmal laufen und schaue zu, muss ich. Abstand, ich brauche Abstand zu diesem Ich. Außerdem tut es mir so leid um die Menschen die ich so benutzt und verletzt habe. Das tut weh, ja, ganz ehrlich und das ist richtig so. Ansonsten, ansonsten sind da gerade keine Gefühle und wie gesagt, da bin ich echt froh drüber.

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