Ich, der Täter, Pt. II

Alles eine Lüge. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Sinn macht der erste Teil dieses Posts. Es erklärt sogar, warum die ‚Gefühle‘ für ’sie‘ so schnell verschwinden konnten. „Hat wohl nicht geklappt, was?“ Jetzt gerade bereue ich es, das ich mich nicht mehr um die Therapie bemüht habe. Und warum habe ich mich nicht mehr bemüht? Weil ich mein eigenes Verletztsein weitergeben wollte.

Ich weiß gerade nicht mehr was ich fühlen soll. Das eigene Leben ein Kartenhaus das gerade zusammenbricht. Ich habe das echt nicht (mehr) gesehen. Wann habe ich die Entscheidung getroffen, so zu werden? Ja, jetzt kommt wohl der Selbstmitleids und Selbstwert Post. Es tut mir leid. „Ein wenig spät, was?“ – ja, nun ist es wie bei ‚Der Hirtenjunge und der Wolf‘.

Und nun rächt sich, das ich alle Menschen, von denen ich mir keinen Vorteil versprach losgeworden bin. Aber mit wem sollte ich denn darüber reden? Ganz ehrlich, mich schaut doch, nach der Sache, keiner mehr an. Nein, ich wollte alleine sein, nun bin ich es – „Also lebe damit.“ – jap. Ich kenne ja meine Kurzschlussreaktionen und bremse mich gerade, mit einem gehörigen Maß an Anstrengung, mich nicht überall abzumelden, alles zu löschen. Sacken lassen, drüber nachdenken. Leere und Druck, das ist gerade alles was ich fühle. Ich hatte echt gedacht ich wäre doch irgendwo ein liebevoller Mensch, jemand der selbstlos sein kann. Und nun … Pustekuchen. Einstudiert, eine Rolle, eine Maske? Von einem Extrem in’s andere … was ist denn nun wahr in meinem Leben? Wieviel bin ich und wieviel ist Lüge? Und: was mache ich jetzt mit dieser Erkenntnis? … was mache ich mit mir? … aus mir? Will ich das es weitergeht, mit all dem, das ich ja offensichtlich getan habe? Will und kann ich damit leben? Das erklärt sogar meinen Menschenhass. Ich dachte ich würde die möglichen Probleme, in einer Beziehung zu jemanden, kennen. „Tja, falsch gedacht.“ – offensichtlich.

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, würge etwas zu essen herunter, mechanisch, muss halt und starre immer wieder einfach vor mich hin. Wirklich denken geht gerade gar nicht mehr, der Kopf hat abgeschaltet und hat die Gefühle mit sich genommen. Letzteres ist wahrscheinlich besser so … und ersteres wohl auch. Meine ‚alten‘ Posts widern mich gerade an. Aber wenigstens stelle ich nun die richtige Person in Frage. Das Kauen nervt und ist anstrengend … bald geschafft. Ich bin also tatsächlich so scheiße, wie mir schon einige Male gesagt wurde.

Ich weiß gerade nicht, wie ich diesen Blog weiterführen soll und ob. Mir glaubt doch nun kein Mensch mehr noch irgendetwas … ganz davon abgesehen, das ich mir selber gerade auch nichts glaube. Ich schlafe drüber, irgendwann, wahrscheinlich morgen Abend … muss nun noch arbeiten. Da habe ich mir ja tolle Vorausetzungen geschaffen für.

Gerade ist es fürchterlich mit anzusehen, wie alles auf einmal Sinn macht. Alles. Wie sich die ganze Tragweite entfaltet. Oder belüge ich mich schon wieder? Wunderbar. „Ja, jetzt feige weglaufen wollen, was?“Ach, halt’s Maul. Der Druck tut mittlerweile schon weh. „Heul doch!“ – Nein. Da ist gerade nichts das in der Lage wäre, Tränen zu erzeugen. Wenn ich nicht wüsste, das es vergebens wäre, wenn ich nicht das Gefühl hätte, das ich nun endgültig verstoßen bin, dann … ja dann … dann würde ich jetzt ‚Hilfe‘ sagen … aber ich habe es nicht anders verdient.

 

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