Mal wieder Musik machen …

… ja, das wünsche ich mir. Und, ja, mein Zimmer ist gelb, ist ein ehemaliges Kinderzimmer. Ich hatte schon als Jugendlicher angefangen Musik zu machen, entweder mit Gitarre oder elektronisch. Ich hatte ’ne ganze Menge an Equipment am Ende … naja, alles geklaut worden.

Mittlerweile habe ich, wie man sieht, wieder drei Gitarren, eine Ibanez Western, eine Westbury Standard und eine (günstige) ESP mit custom Pick-Ups (Seymour Duncan SH-59). Der kleine Marshall da ist ein Solid-State Amp, angenehmer zu spielen als die ganzen Modelling Amps … und vor allem günstiger und leiser als Röhre. Ich habe aber auf dem Schreibtisch noch einen TubeMeister 5 von Hughes&Kettner, das ist ein kleines Monster, echt.

Elektronisch bin ich eigentlich auch wieder komplett augestattet. Der Rechner ist dick genug, gute Soundkarten, Cubase, Reaktor. Ich entwickle meine (virtuellen) Synthesizer ja schon seit Jahren selber. So ähnlich wie eigene Instrumente bauen, nur eben am Computer. Da bin ich auch richtig gut drinne. Außerdem habe ich auch wieder ein richtig ordentliches Masterkeyboard (Akai MPK 249), das Ding ist der Hammer, die Verarbeitung ist echt jeden Euro wert gewesen und halbgewichtete Tasten müssen mindestens. Und doch …

Und doch … irgendetwas hindert mich daran wieder Musik zu machen. Ja, beim Gitarre spielen liegt das wohl an der Interferon Therapie die ich hinter mir habe. Während meiner Heroin-Phase habe ich mir eine Hepatitis-C eingefangen und habe daher 2004 48 Wochen Interferon hinter mich gebracht … war die Hölle, wirklich, wünsche ich echt keinem. Nun denn, geheilt hat es mich, die Hep-C ist völlig weg, kein Virus mehr nachweisbar. War allerdings teuer für meinen Körper. Zu der Zeit war ich wieder voll drinne im Gitarre spielen, auf einem Höhepunkt meiner Fähigkeiten und auf einmal … auf einmal wollten die Hände nicht mehr. Ich bin durch das Interferon auf 65kg runter (und das bei 1,92m), hatte Blutarmut … naja, und bei dem Gewichtsverlust ging natürlich Muskelmasse verloren. Ich hatte keine Kraft mehr in den Händen und bekam Krämpfe beim Gitarre spielen. Das hatte ein mehrjähriges Aus zur folge. So ganz habe ich mich davon immer noch nicht erholt und ich spiele immer noch mit den leichtesten Saiten die man aufziehen kann. Ja, wenn ich die Gitarre in die Hand nehme und drauf los spiele merke ich, das da noch einiges übrig geblieben ist, aber der Frust über diese Zwangspause nagt noch an mir. Ich glaube ich habe einfach Angst das mir so etwas noch einmal passiert … vielleicht fehlt mir auch einfach jemand zum gemeinsamen spielen, keine Ahnung.

Und elektronisch … ich habe so viele Jahre einfach nur Synthesizer ‚gebaut‘, das ich völlig aus den Tools raus bin. Cubase muss ich im Grunde neu lernen. Vor allem brauche ich dafür Zeit und Ruhe. Diese Einstiegshürde nervt mich und ich trauere manchmal immer noch meinem alten Equipment hinterher … obwohl ich dafür gar keinen Platz mehr hätte.

Vielleicht hat das alles auch einfach keinen Platz mehr in meinem Leben, ich weiß es nicht. Aber der Umstand, das es mir fehlt, ich mich aber wohl selber daran hindere mich wieder einzuarbeiten nervt. Außerdem kommt da wieder der Perfektionismus mit in’s Spiel … ich habe ständig den Gedanken im Hinterkopf, das ich nie wieder so gut werde wie damals und daher erst gar nicht wieder anfangen brauche. Ziemlich blöd das ganze.

Nun denn, trotzdem, vielleicht überwinde ich diesen ganzen Mist ja mal und fange wieder an, ist ja alles ausreichend vorhanden … wer weiß … wünschen tue ich es mir auf jeden Fall.

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