Schreiben …

… tue ich schon ewig. Früher war es vielleicht etwas gehaltvoller. Sogar Gedichte habe ich geschrieben, habe auch noch ein paar alte. Ob die was taugen? Keine Ahnung, mich darf man so etwas eh nicht fragen. Gedichte schreiben geht schon lange nicht mehr. Ende letzten Jahres hatte ich noch einmal zwei geschrieben, für jemanden. Egal.

Schreiben hilft mir. Mich auskotzen zu können tut gut. Ich brauche das echt irgendwie. Nebenbei hilft es mir mich zu ordnen, Gedanken zu sortieren. Ja, meine Ausdrucksweise ist manchmal recht derbe und ja, meine Rechtschreibung war auch mal besser, aber darum geht es hier zum Glück nicht … und wenn ich fluchen will, dann tue ich das.

Das ich diesen Blog hier führe … ich könnte das alles ja auch in ein privates Tagebuch schreiben. Aber das ist nicht das selbe … natürlich nicht. Ich will mich nicht wichtig machen oder ähnliches. Manchmal tut es mir sogar etwas leid wenn ich daran denke das andere das hier lesen. Klar, ich habe leichte und schwere Posts hier, aber trotzdem. Auf der anderen Seite sollte ich mir darüber keinen Kopf machen. Draußen in der Gesellschaft muss ich schon viel zu sehr aufpassen was ich sage, wie ich mich verhalte … das möchte ich hier nicht.

… die Nacht. Ich mag die Nächte hier im Dorf. Es ist so still und man trifft draußen so gut wie keinen Menschen. Bin oft nachts spazieren gewesen. Die Nacht ist mir eh die liebste Tageszeit … auch wenn sie ebenfalls die ist, die den meisten Schmerz mit sich trägt. Nachts wird mir meine Einsamkeit bewusster. Das leere Bett. Ich vermisse das so sehr. Jemanden neben mir liegen zu haben den ich liebe, die mich liebt. Zuschauen wie sie schläft, dem Atmen zuhören. Diese Vorstellung dreht wieder das Gedankenkarussell. Vergangene Nächte huschen vor dem geistigen Auge vorbei, schöne Momente, beschissene Momente … und schon wieder der Wunsch jemanden zu haben mit dem ich meine Nächte teilen kann. Ich würde diesen Wunsch gerne vergraben … es ist der Wunsch der am meisten schmerzt. Liebe … ich würde echt gerne ohne auskommen können. Aber es geht nicht, es geht einfach nicht. Im Grunde … der Plan den ich habe, mich wenn die Finanzen sauber sind, in ein paar Jahren, umzubringen … das einzige das diesen Plan stoppen kann ist Liebe. Wenn ich bis dahin immer noch alleine bin, wird mich wohl kaum etwas davon abhalten … selbst meine Feigheit nicht, da die Methode die ich mir ausgesucht habe keinerlei Probleme in der Ausführung hat, allerdings zusätzliche Dinge benötigt die ich dann erst noch besorgen muss. Irgendwie ist es so etwas wie ein Ultimatum an’s Leben. Letzte Chance … wenn dir was an mir liegt, dann sieh‘ zu.

‚Sie‘ hatte sich heute Abend gemeldet … nur ein Smiley .. ich hatte geschlafen und klar, als ich vorhin wach wurde und geantwortet hatte, hat sie natürlich bereits geschlafen. Macht aber nix … oder doch? Ich habe ein schlechtes Gewissen das ich mich nicht bei ihr melde … das ist so armselig. Wer hat denn hier wen verletzt? Sie will mich, noch, in ihrem Leben halten, weil ich sie eben verstehe, weil sie diese Verbindung zu niemand anderem, bisher, hat. Reiner Eigennutz, nichts weiter. Was ich davon habe? Ganz ehrlich, außer Schmerzen eigentlich nichts. Wenn diese scheiß Gefühle nicht wären. Ja, ich lasse mich wieder benutzen. Ja, wie ein getretener Hund krieche ich winselnd um die Beine meines Frauchens … genau so fühlt es sich an. Wie ein treudoofer Hund vergebe ich alle Misshandlung … wie ein Hund warte ich auf’s nächste Leckerli … wie ein Hund sitze ich da und warte auf Dinge die nie passieren werden. Das ist doch erbärmlich. Emotionale Abhängigkeit? … oder bereits schlimmer? Keine Ahnung. Ändert auch nichts wenn das Ding einen Namen bekommt. (Habe nachgeschaut … ja, emotionale Abhängigkeit und, ja, ich weiß, relativ normal bei Bordis.) Genug davon.

Ich druckse hier herum … ich schiebe. Eigentlich wollte ich jemanden etwas fragen und es wird wohl einfacher es hier zu tun. Nachdem ich mich ja Gefühlsmäßig wieder sortiert habe, sehe ich da auch keine Gefahr mehr drinne. Also … ehem … ich stelle mich wieder an. Egal, jetzt aber: Hey, ‚Stark Bleiben‘, ich hätte gerne ein wenig mehr Kontakt zu dir und wenn es eine ‚eMail-Freundschaft‘ ist. Allerdings kann ich es sehr gut verstehen wenn du hier verneinst, brauchst auch gar nichts dazu zu sagen, ist ja auch eine Antwort.

So und nun verstecke ich mich. Bis denne.

6 Kommentare zu „Schreiben …

  1. Es tut mir leid, dass du dich so abhängig von dieser einen Person fühlst. Ich kenne die genauen Hintergründe nicht und weiß daher nicht ob es Sinn macht den Kontakt zu halten oder nicht… wenn du darüber reden willst bin ich natürlich gerne bereit zuzuhören. Du kannst mir gerne mal deine E-Mail-Adresse oder Nummer zukommen lassen, allerdings ist es natürlich ein bisschen bedenklich den Kontakt zu jemanden zu vertiefen, der sowieso plant sich irgendwann umzubringen. Wenn du dich so vom Faktor Liebe abhängig machen willst kann ich das nicht ändern, aber ich finde es sehr traurig das zu lesen. Ich hoffe wirklich, dass du jemanden findest der dir gut tut und das gibt was du brauchst. Oder aber, dass sich mit “ihr“ noch alles zum Guten wendet

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    1. ‚Richtig‘ wäre es wohl, den Kontakt zu ‚ihr‘ zu beenden … aber ich kann nicht … noch nicht. Ein großer Teil in mir hofft da auf ein gutes Ende, der Rest weiß das dies niemals passieren wird.
      Ja, ich … keine Ahnung. Ich sehe gerade keinen anderen Weg für mich. Sind ja noch mindestens drei Jahre, wahrscheinlich eher vier bis fünf. Da kann viel passieren… und vielleicht finde ich sogar etwas anderes das mich hier hält.

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  2. Ich kann einfach nicht anders, ich muss dir schreiben!
    Ich war an einem vielleicht etwas ähnlichen Punkt wie du.
    Kurz gesagt hat mich gerettet, dass ich begonnen habe mich selbst zu akzeptieren, mich selbst zu lieben. Wie soll mich jemand lieben, wenn ich mich selbst hasse? – Habe ich gedacht…
    Und es stimmt wirklich! Hab Geduld. Bei mir hat es gar nicht so lange gedauert.
    Ich hab angefangen zu studieren und hab bemerkt, dass keiner so wirklich zu mir passt und niemand wirklich mit mir reden möchte. Dann kam einfach so aus dem nichts Jemand direkt auf mich zu. Sie ist jetzt meine beste Freundin und genauso wie ich. Sie respektiert mich so wie ich bin und ich fühle mich endlich akzeptiert.

    Du bist ein toller Mensch und sehr stark!
    Du brauchst keinen einzigen bestimmten Menschen, der dein Leben lebenswert macht! Du brauchst nur dich selbst. Liebe dich selbst und wenn das noch nicht geht, respektiere dich. Respektiere deinen Körper, respektiere deine Gedanken!
    Denn sie sind es wert gehört und akzeptiert zu werden!

    Ich weiß, dass du mir nicht glaubst, dass du denkst ich schreibe dir nur irgendwelche Floskeln. Das stimmt aber nicht! Ich weiß(!!!), dass es besser wird! Es gibt immer ein Morgen und ein Übermorgen! Und an dem Tag, an dem du nicht mehr da bist, kämen vielleicht all die Menschen, die dich lieben wollten und einfach nur eine lange Reise hatten!

    Ich sende dir ein bisschen Licht 🙂

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    1. Ja, mein (Über-)Leben an einem Gefühl oder einem Menschen fest zu machen ist keine wirklich gute Idee … sich umbringen an sich ist keine gute Idee, obwohl es da natürlich ein wenig auf den Standpunkt ankommt.

      Das mit der Liebe und mir … sie füllt die Leere in mir, gibt mir Möglichkeiten einen Sinn in meinem Leben zu sehen. Ob ich jemals ‚gesund‘ lieben kann, weiß ich allerdings nicht. Dadurch das bei mir die Gefühle immer so extrem ausfallen ist die Sache mit der Liebe immer recht gefährlich für mich. Ich bin schnell in einer emotionalen Abhängigkeit und ab da wird es ungesund.

      Mich selbst akzeptieren… das klingt nach etwas machbarem … auf jeden Fall klingt es realistischer als mich zu lieben. Vielleicht folgt ja das eine dem anderen.

      Danke dir.

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