Der Selbstmord und ich

Ich weiß das dies ein extremes Thema ist. Jeder hat dazu seine Meinung und auch ich würde jemandem versuchen das auszureden, wahrscheinlich. Dieses Thema ist ein Leitmotiv in meinem Leben, schon seit dem ich ein Kind gewesen bin. Nicht mehr da sein wollen, verschwinden, dem Leid entfliehen.

Seit meiner Jugend habe ich täglich körperliche Schmerzen, jeden Tag … heute weiß ich das es eine Krankheit ist und das Medikamente das extrem verbessern können. Ich muss die zwar bis zu meinem Lebensende nehmen, aber das ist in Ordnung für mich. Für eine Weile hat mir das auch wieder neuen Lebenswillen gegeben, auf einmal sah alles nicht mehr ganz so schlimm aus.

Ja, ich könnte einen anderen Weg in meinem Leben einschlagen, sehr wahrscheinlich. Vielleicht würde ich auf diesem Weg nicht unbedingt glücklich, aber wohl zufriedener. Nur … da steht mir mein Dickkopf im Weg … nein, es ist eher Trotz. Auf meine Art rebelliere ich hier und zeige diesem anderen Weg den Mittelfinger. Vielleicht ist das einfach nur das Ding, das ich machen will, was ich eben will und mir nichts diktieren lassen will. Vielleicht ist das alles auch nur eine frühe Midlife Crisis, who knows.

Ist das, in meinem Falle, feige sich umzubringen? Jap, sicherlich. Unverantwortlich? Jep, ebenso. Eigentlich will ich das gar nicht tun. Eigentlich hoffe ich darauf, das ich es nicht tun muss. Ja, die Hoffnung in mir ist leider einfach nicht tot zu kriegen. Irgendwo in mir drinne hoffe ich trotzdem auf bessere Zeiten. Bisher waren diese Zeiten jedoch sehr spärlich gesäht und der Absturz danach meistens relativ heftig. Ja, ‚mimimi‘. Wie heißt es in ‚The Crow‘ so schön, ‚it can’t rain all the time‘.

Die Sache das ich sagte, nur Liebe könne diesen Plan stoppen … ist es denn echt so schwer nachzuvollziehen das Einsamkeit fürchterlich ist? Ich kann da doch nicht der einzige sein dem es so geht. Ja, diese Leere in mir verstärkt das Gefühl der Einsamkeit natürlich und die Leere ist Teil meines Profils. Das ist alles ein ziemlich mieses Zusammenspiel … jau, mit Alkohol, Drogen und anderem kann ich diese Leere für eine Weile bekämpfen … doch den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? … nope. Ja, mein Selbstwert spielt da natürlich auch wieder mit, weiß ich. Das Liebe für mich ebenfalls Werkzeug zur Steigerung meines Selbstwertes ist, ist mir bewusst. Da hängt einfach zu viel dran … ungesund viel. Ich weiß nicht genau was nun der Ursprung dieser Sucht nach Liebe ist. Vielleicht darum, weil ich in meiner Kindheit so wenig davon gespürt habe? Vielleicht weil es diese Leere füllt? Vielleicht weil ich mir dadurch Bestätigung holen kann? Keine Ahnung.

Ich habe mir diesen Plan in den Kopf gesetzt und halte daran fest. Irgendwo gibt es mir ein wenig Sicherheit. Ich gehe meinen Weg irgendwie weiter und arbeite sogar immer noch an mir. Ja, ich könnte mehr tun, wahrscheinlich, doch ich bin einfach nur fürchterlich müde. Das alles hier ist keine Rechtfertigung oder Entschuldigung aber ich empfand es als nötig dies zu schreiben. Und, wie gesagt, es ist noch weit und es kann viel passieren in dieser Zeit. Ihr könnt mir ja die Daumen drücken, wenn ihr möchtet.

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