Mitteilungsbedürfnis …

… jup, das habe ich im Moment, aber so richtig. Jaha, ich habe eben niemanden zum reden, isso. Ich würde auch lieber gemütlich irgendwo sitzen, Kaffee oder Bier trinken und in lockerer Runde … oder vielleicht auch nur zu zweit … einfach quatschen. Mit Menschen die mich einigermaßen verstehen, bei denen man nicht alles erklären muss, die einen nicht direkt einweisen wollen. Über Gott und die Welt, über’s Wetter, philosophieren und lachen. Ja, ganz ehrlich, fehlt mir tatsächlich.

Ich mecker und heule hier schon viel herum, jips. Aber es könnte mir weitaus schlechter gehen. Ich habe einen Traumjob. In meinem Arbeitsvertrag stehen nur die Stunden pro Woche … wo, wann und wie ich arbeite, ist meine Sache. Ich kann auf dem Balkon, gemütlich mit Kaffee und Zigarette arbeiten … im Bett, in einem Café, am Rhein, … traumhaft. Die Bezahlung ist natürlich viel zu hoch … aber da spricht der Selbstwert. Das JobTicket dazu und schon kommt man hier in der Region zu jeder Zeit überall hin. Ja, das Konto sieht trotzdem böse aus. Der Umzug war zu teuer, es ist Einkommen weggefallen, die Kredite mussten aufgestockt werden und BAM, hast du mehr Ausgaben im Monat, als du Einnahmen hast. Das wurmt mich. Arbeitslos werden darf ich auch nicht, dann ist’s vorbei. Das produziert natürlich schon eine Menge Druck irgendwie und macht mein Arbeitsproblem auch nicht besser. Aber es ist Okay … ich arbeite normalerweise ganz gut unter Druck und vielleicht hilft mir das ja auch, das Arbeiten in den Griff zu bekommen.

Das dumme daran, wenn man keine Arbeitszeiten hat, ist, das man keine Arbeitszeiten hat. Ich gehe nie wirklich in den Feierabend-Modus … und bin immer im Arbeits-Modus. Da wehrt sich etwas in mir und fordert Freizeit, die ich ja anscheinend nicht habe … und dann mache ich eben alles mögliche, nur nicht arbeiten. Das hat mir meine Therapeutin auch schon so gesagt. Ich habe hier noch den Wochenplan, den ich ausfüllen sollte. Dummerweise fängt es schon an, das ich mich entscheiden soll, wann ich anfange zu arbeiten. Sowas kann ich doch nicht planen … woher soll ich denn wissen, wann ich aufstehe? Ja, ich weiß … andere Menschen haben feste Arbeitszeiten und das würde mir, unter’m Strich, wohl auch gut tun. Aber das Aufstehen mit Wecker klappt im Moment gar nicht und ich habe andere Baustellen. Trotzdem … Freizeit-Modus muss ich irgendwie integrieren … vielleicht hilft das ja schon. Kontrollmensch, ihr erinnert euch.

So, muss bald echt mal schlafen gehen. Hoffentlich klappt das heute besser. Und dir drücke ich noch ganz fest die Daumen für morgen. Vorfreude ist etwas, das ich mir ebenfalls versuche zu verkneifen, da es einfach zu weh tut … ich habe da keine Kontrolle drüber und bin dem ausgeliefert. Wirklich, alles Gute für morgen … hoffe echt das das klappt.

Nun denn … hoffentlich schreibe ich heute nix mehr und schaffe es zu schlafen, ist nötig, wirklich, ich sehe aus … bis denne.

3 Kommentare zu „Mitteilungsbedürfnis …

  1. Ich wünsche dir eine gute nacht.
    Das mit Mitteilungsbedürfnis kenne ich, ich bin allerdings auch sehr wählerisch wenn es darum geht mit Leuten ernsthaft zu reden. Letztendlich beschwere ich mich oft, dass keiner da ist,bin aber auch selbst dran schuld. Ich weiß nicht wie es bei dir ist… auch das mit den Arbeitszeiten verstehe ich total. Ich bin im Schichtdienst und mich nervt es keinen Rhythmus zu haben, aber du hast ja tatsächlich noch weniger Rhythmus. Das würde mich fertig machen, glaube ich. Da braucht man echt viel Selbstdisziplin, hoffe deine Therapeutin kann dir vielleicht dabei helfen. Eine bessere Idee habe ich leider auch nicht.. aber ich versuche alles von dir zu lesen und zu verstehen und hoffe, dass dir das ein bisschen ein gutes Gefühl gibt

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    1. Danke, ich wünsche dir auch eine gute Nacht. Mir reicht es meistens schon, wenn ich mich ein wenig verstanden fühle. Mach dir bloß keinen Stress wegen mir und meinem Schreibwahn. Wenn du etwas lesen möchtest, dann tue dann, aber bitte fühle dich dazu nicht verpflichtet. Du hast ja auch eigene Baustellen. Danke, vielen dank. 🙂

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    2. Oh, und ja, mir tut diese völlig freie Zeiteinteilung wohl mehr schaden als nutzen. Ich muss da echt eine Regelung finden, klare, feste grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, wie gesagt, wären wohl ein guter Anfang. Und ja … mein Tagesrhythmus ist total im Eimer, den muss ich auch mal wieder aufbauen.

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